Krems Und Stein

Stadt des guten Lebens

Text: Emely Nobis, Bild: Frits Roest

Bummeln Sie durch das historische Stadtzentrum, entspannen Sie sich auf einer Terrasse entlang der Donau, schlendern Sie durch die Weinberge oder besuchen Sie eines der spannenden Museen… Was auch immer Sie in Krems tun, es ist immer ein angenehmer Ort.

Krems-Und-Stein

In Krems an der Donau, einer der ältesten Städte Österreichs, können Sie endlos durch die Straßen und Gassen mit gut erhaltenen Gebäuden aus dem 14. bis 19. Jahrhundert schlendern. Wir beginnen unsere Stadterkundung in Stein. Seit 1938 ist Stein ein Stadtteil von Krems; davor war Stein jahrhundertelang eine selbständige Handelsstadt mit eigenen Stadtmauern, Wehrtürmen und Kirchen.

Christine Emberger

Unser Führer ist Christine Emberger. Von April bis Oktober schlüpft sie regelmäßig in die Rolle des Barockmalers Martin Johann Schmidt (1718-1801), der über sechzig Jahre lang in Stein lebte und arbeitete. Anhand seiner Lebensgeschichte gibt sie eine Führung durch das Stein des 18. Jahrhunderts – damals eine der wichtigsten Städte der Donaumonarchie. Das lag vor allem daran, dass es bei Stein eine der wenigen Brücken über die Donau gab. „Nachdem Kaiser Friedrich III. uns das Recht gab ‚die Bruck zu schlagen‘, mussten uns alle bezahlen, um hier die Donau zu überqueren“, sagt der Maler, „Das hat uns reich gemacht.“

Selbstporträt, aus Rudolf Lehr – Landeschronik Oberösterreich

Dank seines Talents erwarb Martin Johann Schmidt – Spitznamen Kremser Schmidt – prestigeträchtige und gut bezahlte Aufträge und profitierte vom Wohlstand. Er nimmt uns mit in die langgestreckte Steiner Landstraße. Nahe dem Stadttor Linzer Tor kaufte er im Alter von 35 Jahren ein Haus: „Für achtzig Gulden!“ Es steht noch immer dort, wie viele andere Häuser aus der Zeit des Barock und der Renaissance, einige mit Fresken unseres Führers an der Fassade. Stein ist dank des nahezu intakten Ensembles authentischer Häuser ein beliebter Drehort. Dennoch ist es sicher kein Freilichtmuseum. Der Stadtteil ist noch nicht von Touristen überlaufen und hinter den historischen Fassaden wird gelebt und gearbeitet.

Hübschlerinnen

Durchblick zur Donau

Während wir mit Kremser Schmidt weitergehen, malt er uns das Leben in der ehemaligen Handelsstadt. Heute blickt man von Stein aus über die Donau, aber zu seiner Zeit war die Stadt durch eine hohe Mauer vom Fluss getrennt. Diese Mauer sollte die Stadt im Falle einer Überschwemmung schützen. „Man muss bedenken, dass der Fluss den Häusern viel näher kam als jetzt. Eigentlich war die ganze Stadt ein einziger langer Kai. Die Tore wurden ständig bewacht, damit sie im Falle einer drohenden Überschwemmung rechtzeitig geschlossen werden konnten.“

Stein selbst hatte im 18. Jahrhundert etwa dreitausend Einwohner, viele von ihnen Handwerker wie (Gold-)Schmiede, Tischler, Sattler, Säckler und Bäcker. Es war auch ein Kommen und Gehen von Händlern, sowohl auf der Donau als auch zu Pferd und zu Fuß.

Steiner Landstrasse

Zwischen Krems und Stein gab es eine anhaltende Rivalität. „Stein hatte lange Zeit das Privileg des Salzhandels, während Krems als einziger das Privileg hatte, mit Bier zu handeln. Also mussten wir in Krems jeden Tropfen Bier kaufen. Auch das Recht auf eine eigene Apotheke erhielt Stein erst 1783. Bis dahin war es eine Katastrophe, wenn man mitten in der Nacht krank wurde und mit allen damit verbundenen Gefahren nach Krems gehen musste.“

Eine besondere Rolle war dem offiziellen Bader vorbehalten, bei dem sich die Bevölkerung baden und rasieren lassen konnte, oft bei einem Glas Wein und einem Spiel. Der Bader erhielt vom Pastor Unterkunft und Verpflegung und musste im Gegenzug über seine Gesundheit wachen. Der Pfarrer drückte seinerseits ein Auge zu, wenn der Bader ein paar Hübschlerinnen zur Unterhaltung der Händler arrangierte.

Emberger & Schmidt

Während des Rundgangs, bei dem Kremser Smidt an seiner eigenen Statue am Schürerplatz posiert, erzählt er mehr aus seinem Leben. Er heiratete mit vierzig Jahren und hatte sieben Kinder – von denen vier früh starben. Er war nicht nur ein echter Familienvater, sondern auch ein fleißiger Arbeiter, von dem über tausend Altarbilder und Andachtsstücke in Kirchen in ganz Österreich erhalten sind. In Stein bekleidete er zahlreiche Ämter und war Mitglied des Stadtrates. Der Maler kann sich glücklich schätzen, denn er hat zu Lebzeiten keinen Krieg erlebt. Bei seiner Geburt waren die verheerenden osmanisch-venezianischen Kriege gerade vorbei und als er starb, “rasselten” die Franzosen – am Vorabend der Napoleonischen Kriege – vor den Toren.

Dass so viel über Kremser Smidt bekannt ist, verdanken wir den detaillierten Ratsberichten aus seiner Zeit, ergänzt durch ein genaues Inventar seiner Werke und seines Vermächtnisses sowie einer von seinem Sohn verfassten Biografie. Auf seinem Dudelsack spielend, nimmt uns Kremser Smidt zu seinem Grab am Stadtrand mit. Dort stellt sich heraus, dass ihn sein Spitzname auch zwei Jahrhunderte nach seinem Tod noch immer stört. „Ein paar Jahre nach meinem Tod haben Grazer Typen ein großes Werk über mich geschrieben, in dem sie mich Kremser Smidt nennen. Das bleibt picken, obwohl es wirklich keinen Sinn ergibt. Ich habe fast mein ganzes Leben in Stein gelebt und diese Stadt geliebt. Aber was kann man tun?“

Nachtwache

Nachtwächterin Emberger

Am Abend treffen wir Christine Emberger wieder, diesmal in ihrer Rolle als Nachtwächterin im mittelalterlichen Krems. In der Hand hält sie eine Hellebarde, „aber damit habe ich im Prinzip nicht gekämpft“. Der Haken an der Waffe sollte vor allem helfen, brennende Gegenstände schnell von den Holzdächern der Häuser zu ziehen. Als Nachtwächterin hat sie ihre Arbeit offenbar gut gemacht, denn in Krems hat es noch nie einen Großbrand gegeben.

Während das langgestreckte Stein früher bis zu zwölf Stadttoren hatte, ist Krems – wo die Entfernung zwischen der Donau und den dahinter liegenden Hügeln mehr Platz bietet – eine klassische Quadratstadt mit Türmen an den vier Ecken der Stadtmauer. Von einem dieser Türme – dem Steiner Tor – führt uns Nachtwächterin Christina zum Körnermarkt. Es ist eine der vielen Marktplätze, die Krems im 14. und 15. Jahrhundert hatte. Zusätzlich zu den kleinen Märkten gab es zwei Jahresmärkte, die bis zu vierzehn Tagen dauerten und auf denen bis zu zweitausend Händlern aus dem ganzen Reich ihre Waren anboten: neben Getreide vor allem Wein und Eisen(produkte). Die Märkte brachten allen möglichen Abschaum in die Stadt, aber das Leben war sowieso gefährlich. „Zum Beispiel waren wir auf Quellwasser angewiesen. Es war verseucht und voller Bakterien von den Toten, die innerhalb der Stadtmauern begraben wurden, mit dem Ergebnis, dass regelmäßig Choleraepidemien ausbrachen.“

Stadtmauer

Wir gehen entlang der Reste der alten Stadtmauer und der Piaristenkirche (mit viel Arbeit von Kremser Schmidt) zum ehemaligen Galgenfeld außerhalb der Stadtmauer, wo Sträflinge gehängt oder gerädert wurden. Hier befindet sich auch das ehemalige “Frauenhaus”: kein Schutzhaus, sondern ein Bordell. Unsere Nachtwächterin erzählt uns, dass die “Hübschlerinnen”, die dort arbeiteten, alle möglichen Regeln einhalten mussten. Sie durften nicht aus der Stadt selbst kommen und waren an dem aufgenähten gelben Wagenrad auf ihren Kleidern zu erkennen. Außerdem mussten sie etwa anderthalb Jahre für Kost und Logis arbeiten, bevor sie einen Pfennig verdienen konnten. Es war auch üblich, dass Männer “ihre” Hübschlerin zu ihrer Hochzeit einluden. Die Teilnahme am Hochzeitsmahl war eine Art Ausgleich dafür, dass diese Männer offiziell nicht mehr kommen würden.

Wie Christina waren die Nachtwächter im Mittelalter manchmal Frauen, weil sie hofften, dass diese weniger trinken würden. Der Beruf war am unteren Ende der sozialen Leiter angesiedelt. „Wir haben keinen Lohn bekommen, höchstens ab und zu etwas zu essen“, sagt Christina. „Wir hatten kein Haus und lebten oft mit dem Pförtner zusammen. Wir haben mit dem Einfangen entlaufener Hunde und heimlichem Fischfang etwas Geld verdient.“

Der letzte Nachtwächter in Krems verschwand 1870 mit der Einführung der Gasbeleuchtung. Damals expandierte die Stadt bereits außerhalb der Mauern, was eine der offiziellen Aufgaben des Nachtwächters – Abschaum fernzuhalten – ohnehin überflüssig gemacht hatte.

Kaffee und Essig

Am nächsten Tag erkunden wir das zeitgenössische Krems, das trotz seiner fast musealen Kulisse einen lebendigen, modernen Eindruck macht. Dies ist unter anderem der Donau-Universität im Stadtteil Stein zu verdanken, die junge Menschen aus der ganzen Welt anzieht. Es gibt etwa sechstausend von ihnen, fast ein Viertel der Gesamtbevölkerung. Es ist, als hätten sie den Staub der Vergangenheit buchstäblich weggeblasen. In den engen, meist gepflasterten Gassen finden Sie kaum typische Souvenirläden. Es gibt viele nette Boutiquen, Geschäfte mit regionalen Produkten, trendige Restaurants und Cafés.

Doris Karl

Also gehen wir auf einen Kaffee in der Kaffeerösterei annex Café Campus Krems. Die junge Managerin Doris Karl war Inhaberin eines trendy Restaurants in Krems – MOYOme -, verkaufte es jedoch an ihre Angestellten und geriet nach einer Reise nach Costa Rica in den Bann des Kaffees. Nun spricht sie ebenso leidenschaftlich über den Einfluss von Wetter, Boden, Wasserhärte und Röstverfahren auf Kaffeebohnen wie eine Vinologin über Wein. Im gemütlichen, trendigen Geschäft hat der ‘Fair Trade’ Kaffee ansprechende Namen wie ‘Die fesche Wachauerin’ oder ‘Die starke Kremserin’. Im hinteren Teil befindet sich ein Mini-Museum mit historischen Espressomaschinen und auf Wunsch organisiert Doris auch eine Kaffeeverkostung, aber vor allem ist das Café der Ort, an dem man den besten Kaffee von Krems in einer nicht traditionellen Atmosphäre probieren kann.

Thomas Mayer

Ein weiterer innovativer Unternehmer ist in den Weinbergen am Rande der Stadt zu finden. Thomas Mayer arbeitete für eine Software-Firma und in seiner Freizeit stellte er aus den Trauben seines kleinen Hobby-Weinbergs Wein her. Er ärgerte sich über die schlechte Qualität des Balsamico-Essigs im Supermarkt (“Mit Verdickungsmitteln, schrecklich”), fand aber die gute Qualität – die oft zwanzig Jahre im Fass gereift ist – für den täglichen Gebrauch zu teuer. Dem Hobbywinzer ist es gelungen, einen Balsamico-Essig zu entwickeln, der “nur” zwei Jahre zur Reife braucht, aber einen intensiven Geschmack hat. Sein Balsamico-Veltsam (aus Grüner Veltliner-Trauben) und Zweisam (aus Zweigelt) wurden bald so erfolgreich, dass er weiteres Land kaufen musste. Heute produziert er etwa viertausend Liter Balsamico-Essig pro Jahr und hat seinen regulären Job aufgegeben. 2015 gewann sein Veltsam bei der Alpen-Adria-Verkostung Gold: nicht schlecht für einen österreichischen Newcomer unter den erfahrenen, hauptsächlich italienischen Balsamico-Herstellern.

Balsamicokeller

Thomas Mayer reift seinen Essig in einem traditionellen Weinkeller in der Weinzierlbergstraße, einer Kellergasse am Rande der Stadt. Dort liegen auch die Weinberge (30 Hektar) der Stadt Krems selbst, die seit 1452 über ein eigenes Weingut verfügt und zu den ältesten Weinproduzenten Europas zählt. Im Mittelalter hatte die Nachtwache im September und Oktober – wenn die Trauben reif waren – zusätzlich die Aufgabe, Traubendiebe auf frischer Tat zu ertappen. Die Strafen waren nicht milde. Nach einer Runde “Waterboarding” in einem Brunnen in der Nähe des Stadtgrabens wurde der Dieb vor Gericht gestellt. Wenn er für schuldig befunden wurde, wurde ihm ein Ohr abgeschnitten.

Kunstmeile

Als Krems und Stein noch getrennt waren, gab es zwischen den Städten eine große Ebene, auf der Ziegen und anderes Vieh weideten. Im 17. Jahrhundert wurde hier das Kapuzinerkloster Und gegründet. Jetzt heißt der ganze Bezirk Und. Lange Zeit war es ein verwahrloster Stadtteil mit einer Tankstelle, einem Gefängnis, Fabriken und Parkplätzen, aber in den letzten Jahrzehnten ist ein attraktives Museumsquartier entstanden, mit einer Kunsthalle (in einer alten Tabakfabrik), der Galerie mit Skulpturengarten Forum Frohner in einem ehemaligen Minoritenkloster und einem Karikaturmuseum. Diese ‘Kunstmeile’ hat Und ein Gesicht gegeben, so dass Krems und Stein nun stolz als Krems-Und-Stein durchs Leben gehen. Ein Besuch des Distrikts lohnt sich sicher nicht nur als Schlechtwetterprogramm.

Karikaturmuseum © Karikaturmuseum Krems

Das Karikaturmuseum ist eines der bedeutendsten seiner Art in Europa, mit ausschließlich musealen und originalen Werken. Neben wechselnden (internationalen) Ausstellungen gibt es eine ständige Ausstellung über den Österreicher Manfred Deix (1949-2016). In Karikaturen, Cartoons, Gemälden und Grafiken nimmt Deix sich Politiker, Aristokratie und Kirche ebenso gnadenlos zu Herzen wie Sexismus, Rassismus, Korruption und Spießbürgertum. Das geschieht häufig mit sexuell expliziten Bildern. Nach Ansicht von Direktor Gottfried Gusenbauer sagt es etwas über die österreichische Fähigkeit zur Selbstironie aus, dass Deix trotz aller Provokationen zu einer Berühmtheit wurde. Seiner Meinung nach sind ausländische Besucher oft schockiert: „Sie kennen Österreich von seiner Hochkultur und Elite. Leute wie Deix zeigen, wie es hinter unserer touristischen Fassade aussieht. Auch wenn man den Kontext nicht immer kennt oder versteht, ist die Aussage oft unverkennbar.“

Zwei Typen von Deix stehen als lebensgroße Statuen auf dem Platz vor dem Museum. Das Gebäude selbst ist ein Entwurf (aus dem Jahr 2001) des Architekten und Karikaturisten Gustav Peichl. Im Außenbereich fällt vor allem die markante Dachkonstruktion auf. Die hervorstehenden Teile ähneln vage einer Treppengiebel und sind eine humorvolle Anspielung auf die historische Dachlandschaft in den angrenzenden Vierteln.

Egon Schiele

Landesgalerie Niederösterreich © Wikipedia Commons

Neben dem Karikaturmuseum befindet sich die Landesgalerie Niederösterreich. Gezeigt werden Werke niederösterreichischer Künstler ab dem 19. Jahrhundert, darunter einer Berühmtheit wie Egon Schiele. Während das Karikaturmuseum noch versucht, sich in seine Umgebung einzufügen, tut dies das spektakuläre, futuristisch anmutende Kunstmuseum nicht. Das Gebäude ähnelt am meisten einem Würfel mit Fischschuppen. Das vierstöckige Gebäude, entworfen von den Brüdern Bernard und Stefan Marte (Marte.Marte) aus Vorarlberg, erhebt sich wie eine Welle (je höher, desto schmaler). Die schrägen Wände der oberen drei Stockwerke werden wie die Schuppen eines Fisches durch 7200 mattgraue Zinkschindeln (eine Art Dachziegel) von der Außenwelt abgeschlossen. Der Sockel (der Eingangsbereich im Erdgeschoss) erhielt lediglich eine gläserne, ebenfalls gewölbte Fassade.  „Natürlich gab es viele Diskussionen darüber, ob ein solch extrem modernes Gebäude in dieser historischen Stadt wünschenswert ist“, sagt Direktor Christian Brand, „aber warum sollte ein Museum von heute wie etwas aus vergangenen Jahrhunderten aussehen? Im Gegenteil, es sollte ein Kontrapunkt sein. Im Obergeschoss hingegen können Sie aus einem Fenster auf Stein blicken, und von der großen Terrasse haben Sie einen Blick auf die Donau und das Stift Göttweig. Auf diese Weise verbinden wir Vergangenheit und Gegenwart und zeigen buchstäblich, dass sich beides lohnt.“

Tipps & Adressen

Allgemein

Krems liegt etwa 70 Kilometer von Wien entfernt und ist von dort aus mit dem Zug erreichbar. Krems liegt am Donauradweg und ist das Ost-Tor zur Ferienregion Wachau. Zusammen mit der Wachau ist die Stadt ein kulturhistorisches Denkmal auf der Unesco-Liste des Weltkulturerbes. Eine Städtereise nach Krems kann leicht mit einem Rad- oder Wanderurlaub in dieser Gegend kombiniert werden. Lesen Sie hier über den Welterbesteig. Mehr Informationen: Tourismusverband Krems, Utzstraße 1, krems.info

Stadtführung mit Christine Emberger? christine-emberger.at

Nächtigen

Eine Übersicht über Hotels und Appartements in Krems finden Sie auf der Seite des Tourismusbüros (krems.info). Camping ist direkt an der Donau zwischen den Stadtteilen Krems und Stein möglich (donauparkcamping-krems.at). Auch schön: Urlaub beim Winzer. Einen Überblick über die Möglichkeiten in der ganzen Region finden Sie auf kremstal-wein.at. In Krems selbst können Sie eine Wohnung im Winzerhof Petz (winzerhof-petz.at) mieten oder ein Zimmer im Weingut Hutter buchen (weinguthutter.at).

Essen und Trinken

Gasthaus Jell

Gasthaus Jell

Das Gasthaus, in dem Ulli Amon-Jell das Sagen hat, stammt aus dem 16. Jahrhundert. Mit großem Respekt vor der Geschichte hat sie es in die Gegenwart gebracht. Dies gilt auch für die Art und Weise, wie sie klassische Wirtshaus-Gerichte zubereitet. Ihr Haubenrestaurant ist ein Institut in Krems. Reservierungen sind daher erforderlich. Hoher Markt 8-9, amon-jell.at

Gozzo by Late

Restaurant im mittelalterlichen Stadtschloss Gozzoburg, mit einer großen Auswahl an regionalen Weinen. Hoher Markt 11, gozzo.at

Salzstadl

Feines Restaurant in einem fünfhundert Jahre alten Gebäude, mit einer Bühne, auf der regelmäßig Konzerte gegeben werden: von Jazz bis Weltmusik. In diesem schönen Restaurant können Sie das Stein und Krems aus früheren Jahrhunderten – als es ein Kommen und Gehen von Händlern war -erleben. Donaulände 32, salzstadl.at

Wellen.Spiel

Restaurant, Café, Eisdiele, Vinothek und Souvenirladen mit regionalen Produkten direkt an der Donau, wo es besonders angenehm ist, sich auf der Terrasse zu entspannen (“Outdoor-Lounge”). Die moderne Architektur des Gebäudes spiegelt sich in der modernen, kreativen Speisekarte wider. Welterbe-Platz 1, wellenspiel.at

Zur Alten Post

Das Essen in diesem Restaurant in der Fußgängerzone (dem ehemaligen kaiserlichen Postamt) ist traditionell und einfach, aber gerade der fantastische Innenhof mit Arkadenbögen (abends schön beleuchtet) macht es lohnenswert, hier zwischen den Einkäufen eine Pause einzulegen. Obere Landstraße 32, altepost-krems.at

Gästehaus Klinglhuber

Die Terrasse dieses Hotel-Restaurants befindet sich auf einer Balustrade oberhalb des Kremmsflusses, nahe der Wiener Brücke am Beginn des historischen Stadtkerns von Krems. Die Geschwister Stefan und Astrid Klinglhuber sind gastfreundlich und verwöhnen ihre Gäste mit großen Portionen gut zubereiteter regionaler Speisen (auch vegetarisch). Wiener Straße 2, klinglhuber.com

Café-Konditorei Hagman

Konditorei Hagmann

165 Jahre Tradition in der Kremser Einkaufsmeile, berühmt für seine handgemachten Pralinen nach alten Familienrezepten. Mehr als dreißig Sorten, gefüllt z.B. mit Likör, Fruchtmousse oder Mohn. Untere Landstraße 8, hagmann.co.at, wachauer-schokolade.at

Campus Krems

Frühstück, Mittagessen oder einfach nur Kaffee trinken in diesem trendigen Lokal mit vielen Arten von Kaffee (und Tee) aus ‘Fair Trade’. Die Bohnen (aus verschiedenen Teilen der Welt) werden im Raum selbst geröstet und Sie können sie auch verpackt kaufen: für das andere Souvenir. Dachsberggasse 5, kaffeecampus.at

Weingut Hutter

Moderne Weinstube mit auch warmen Gerichten, im Gegensatz zum traditionellen ‘Heurigen’. An kühlen Abenden brennt der Kamin im Inneren. Wenn es das Wetter erlaubt, können Sie draußen im Weinberg mit Blick auf das Donautal sitzen. Weinzierlbergstraße 10, weinguthutter.at

Einkaufen

Die Kremser Einzelhändler präsentieren sich gemeinsam auf: kaufinkrems.at

Haus der Regionen

Der schöne Laden des Hauses der Regionen (ein Kulturinstitut des Landes Niederösterreich) verkauft authentische Trachtenstoffe, Kunsthandwerk und andere regionale Produkte. Ludwig-von-Köchel-Platz 1, www.volkskulturnoe.at/haus-der-regionen.html

Regionale Delikatessen

Neben dem Steinertor in Krems vertreibt die Familie Hellerschmid regionale Produkte wie Bier, Öl, Essig, Pesto und Schokolade. Obere Landstraße 36, hellerschmid.com

Honig

Drei Bio-Imkerinnen verkaufen in ihrer Honigwerkstatt alle Arten von Honigprodukten. Natürlich verschiedene Honigsorten, aber auch Wein, Likör, Wachskerzen oder Lippenbalsam. Herzorgstraße 6, honigwerkstatt.at

Wieser Wachau Café & Shop

Edelbrände, Liköre, Gin, Säfte und viel mehr verkauft Markus Wieser in seinem Geschäft in Krems. Obere Landstraße 28, wieserwachau.com

Bailoni

Seit 1872 stellt der Destillateur Bailoni Likör und Feuer aus Wachauer Marillen her und exportiert diese in die ganze Welt. Man kann sie im beeindruckenden ‘Stammhaus’ in Stein kaufen. Steiner Landstraße 100-102, bailoni.at

Balsamischer Essig

Sie können Thomas Mayers Balsamico-Essig ‘ab hof’ kaufen (Montag bis Freitag zwischen 8 und 12 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung). Auf seiner Website finden Sie neben den Informationen zu den Produkten auch die notwendigen Rezepte. Weinzierlbergstraße 9, veltsam.at

Sehen & Tun

Weinverkostung

Das Weingut der Stadt Krems (mit Weinhandlung) bietet Führungen durch die Keller mit Verkostung an. Stadtgraben 11, weingutstadtkrems.at

Die Winzer Krems (die unabhängigen Winzer) bieten in ihrer Weinerlebniswelt Sandgrube 13 Führungen mit Verkostung an (inklusive Weinbergsbesichtigung). Sandgrube 13, winzerkrems.at, sandgrube13.at

Bootsfahrt

Bei einem Besuch in Krems sollten Sie eine Fahrt auf der Donau einplanen. Machen Sie zum Beispiel einen Ausflug in das berühmte Stift Melk oder in die malerischen Städte Spitz und Dürnstein. Tickets und Boarding (April bis Ende Oktober): Welterbe-Platz 1, brandner.at, ddsg-blue-danube.at

Museumsbesuch

Die meisten Museen befinden sich entlang der sogenannten Kunstmeile Krems im Stadtteil Und.

Die Kunsthalle zeigt ständig wechselnde Ausstellungen moderner Künstler wie Gerhard Richter, Sean Scully und Katharina Grosse. Franz-Zeller-Platz 3, kunsthalle.at

Zusätzlich zur ständigen Sammlung zeigt das Karikaturmuseum wechselnde Themenausstellungen. Steiner Landstraße 3a, karikaturmuseum.at

Forum Frohner konzentriert sich auf das Werk des österreichischen Malers/Bildhauers Adolf Frohner. Minoritenplatz 4, forum-frohner.at

Die Landesgalerie Niederösterreich, dem auch Werke von Egon Schiele gehören, stellt vor allem Werke von Künstlern aus Niederösterreich aus. Steiner Landstraße 1, www.lgnoe.at

Das Museum Krems bietet eine gute Einführung in die Geschichte von Krems in einem ehemaligen Kloster. Ein separater Raum ist dem süßen Kremser Senf gewidmet, einem seit Jahrhunderten bekannten Exportprodukt. Die ehemalige Kirche neben dem Kloster ist heute ein Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst. Körnermarkt 14, museumkrems.at