Rust

Stadt der Störche

Text: Emely Nobis, Bild: Frits Roest

Die Erholung im Burgenland hat zwei besondere Reize: die Störche, die jedes Frühjahr zum Brüten hierher kommen, und das denkmalgeschützte historische Stadtbild – eines der malerischsten in Österreich. Wie eine kleine Stadt groß sein kann!

Begrüßungs- und Drohgebärde eines Storches

Wir stehen auf dem Rathausplatz von Rust, aber für einen Moment haben wir kein Auge für den schönen historischen Platz. Unser Blick wird von den Dächern der uns umgebenden Häuser angezogen, auf denen etwa zehn Weißstorchpaare nisten. Wenn einer von ihnen vom Nest weg ist, warten wir sehnsüchtig auf seine Rückkehr, denn das anschließende Begrüßungsritual ist jedes Mal ein Erlebnis. Beide Vögel klappern laut und oft minutenlang mit dem Schnabel, werfen den Kopf zurück, flattern anmutig mit den Flügeln und schmiegen sich schließlich mit den Schnäbeln wie unzertrennlich dicht aneinander. Stellen Sie sich das ohrenbetäubende Geklapper vor, wenn mehrere Paare gleichzeitig ihre gegenseitige Zuneigung zeigen…

Rathausplatz

Die Stadt Rust am Neusiedlersee hat etwas mehr als 1900 Einwohner, von denen 350 im historischen Stadtkern leben. Sie teilen ihren Lebensraum mit der größten Weißstorchkolonie des Burgenlandes. Zwischen siebzehn und zwanzig Paaren verbringen hier die Hälfte des Jahres, um sich zu paaren, zu brüten und ihre Jungen aufzuziehen. Wenn Mitte Juni alle Eier schlüpfen, vermischt sich das Klappern der Eltern mit dem flattern, quietschen und fast wie Miauen klingenden Betteln um Nahrung der etwa dreißig bis fünfzig Jungvögel.

Rathausplatz

Die Störche fühlen sich sichtlich wohl und ruhen sich aus und lassen sich durch das Gewimmel der Menschen unten nicht ablenken. Im Gegenteil, die Vögel üben eine große Anziehungskraft auf die Menschen aus. Wenn man auf einer der Terrassen am Rathausplatz sitzt, wird man ständig von der faszinierenden Flugshow über dem Kopf abgelenkt. Dass nicht alles Pax und Frieden ist, wird deutlich, wenn sich zwei Störche während des Fluges anschreien. „Wahrscheinlich wollte ein Männchen die Eier im Nest eines anderen zerstören“, sagt Josef Karassowitsch vom Storchenverein Rust. „Natürlich kommt es dann zu einem Kampf. Manche Touristen erschreckt das und rufen uns an, weil sie denken, wir sollten etwas tun, aber wir greifen nie ein. So ist das eben in der Natur.“

Nester auf Schornsteinen

Nahrungssuche

Der Weißstorch fand Ende des 19. Jahrhunderts seinen Weg nach Rust. Lange Zeit war ihre Zahl mehr oder weniger stabil, doch seit Anfang der siebziger Jahre ging die Population rapide von etwa vierzig auf nur noch zwanzig Paare zurück. Der Storchenverein wurde 1995 gegründet, um das Blatt zu wenden. Karassowitsch: „Wir entdeckten, dass der Rückgang alles mit dem Mangel an Nahrungsmitteln zu tun hatte. Das Ende der intensiven Viehhaltung hatte dazu geführt, dass viel Grünland als Bau- oder Ackerland genutzt wurde. Andere Wiesen blieben brach liegen und wurden, nachdem sie nicht mehr beweidet wurden, vom Schilfgürtel um den Neusiedlersee überwuchert. Störche mögen das nicht. Sie brauchen sumpfige Wiesen mit niedrigem Gras, um beim Gehen ihre Nahrung – wie Heuschrecken, Mäuse, Frösche und Würmer – zu finden. Um ihnen zu helfen, haben wir zwölf Hektar Weideland gepachtet, das wir von Rindern, Wasserbüffeln und Schafen beweiden lassen. Glücklicherweise hat das geholfen“.

Rückkehr zum Nest

Störche sind von Natur aus Baumbrüter, aber heutzutage nisten sie oft auf Dächern, Türmen, künstlichen Pfahlnestern und sogar auf Hochspannungsmasten. Im Vergleich dazu leben die Ruster Störche in Luxuswohnungen: solide, stabile Nester auf den hohen Schornsteinen der Herrenhäuser im Stadtzentrum. Der Storchenverein kümmert sich um die Wartungsarbeiten. Karassowitsch: „Wir organisieren jedes Frühjahr eine Reinigungskampagne, bei der wir Unkraut entfernen und alles desinfizieren, denn Störche sind extrem starke Parasitenträger und können daher ihre Küken gefährden. Außerdem geben wir jedem Paar alle fünf oder sechs Jahre ein völlig neues Nest, das wir aus Reben aus den Weinbergen flechten und mit einem Krahn auf den Schornstein hiefen“.

Die Kosten, die dem Storchenverein dafür entstehen (zehn- bis zwölftausend Euro pro Jahr), werden von den 450 Mitgliedern und dem Erlös einer jährlichen Benefizparty getragen. Die Ruster reden gerne darüber. „Es wäre tragisch, wenn der Storch uns verlassen würde, denn er ist das inoffizielle Wappentier unserer Stadt”, sagt Karassowitsch.

Ruster Ausbruch

Rathaus

Wer in Rust herumspaziert, kommt nicht umhin festzustellen, dass die stattlichen Weißstörche mit schwarzen Federn in den Flügeln hier wunderbar hineinpassen. Genau wie die Vögel ist die Stadt ein Vorbild an Eleganz. Nicht umsonst steht das historische Stadtzentrum als Ganzes unter Denkmalschutz. Rund um den großen dreieckigen Rathausplatz stehen großzügige Weingüter und Bürgerhäuser aus dem 16. bis 19. Jahrhundert mit gepflegten Barock- und Renaissancefassaden, schönen Fenstern, Portalen und idyllischen Innenhöfen. Die meisten Weingüter sind als solche noch immer in Betrieb und oft seit sieben oder acht Generationen in derselben Familie. Während der Öffnungszeiten können Sie hier einfach hereinspazieren, um Wein zu verkosten und ab Hof zu kaufen. Einige Bauernhöfe haben auch einen Buschenschank oder ein Restaurant mit Terrasse, wo es angenehm verweilen ist. Nicht umsonst wurde Rust mehrfach zur schönsten Stadt des Burgenlandes gewählt und ist auch bei den Österreichern ein beliebter (Tages-)Ausflugsort. Es ist immer lebendig.

Botrytis cinerea oder Edelfäule

Rust wurde zum ersten Mal in einer Urkunde aus dem Jahr 1317 erwähnt, damals noch als einfaches Fischerdorf. Eineinhalb Jahrhunderte später, 1470, erhielt das Dorf das Marktrecht – was beweist, dass es bis dahin eine gewisse Größe und einen gewissen Status erreicht haben muss. Sein Wachstum und seinen Wohlstand verdankt es dem hier bereits im Mittelalter produzierten Süßwein: dem Ruster Ausbruch. „Alles, was in Rust gebaut wurde, ist dem Erlös aus dem Verkauf dieses Weins zu verdanken“, sagt Stadtführer Gerald Szivacz, „zu einer Zeit, als es noch keinen Industriezucker gab, war Süßwein ein reines Luxusprodukt. Ruster Ausbruch wurde in allen damaligen österreichischen Kronländer getrunken, von Italien bis Deutschland, von Polen bis zu den baltischen Staaten und Russland. Der Preis war bis zu dreißigmal höher als bei anderen Weinen. Um Fälschungen zu verhindern, beanspruchten und erhielten die Ruster Winzer 1524 das Recht, ein gekröntes R in ihren Weinfässern zu verbrennen. Eine Art frühes Urheberrecht.

Türkenkriege

Jeglicher Wohlstand fand in der Zeit der sogenannten Türkenkriege ein vorläufiges Ende. Osmanische Truppen, die 1529 auf ihrem Weg nach Wien durch Rust zogen, haben fast den gesamten Ort in Schutt und Asche gelegt. Szivacz: „Das war nicht so schwierig, weil damals alle Häuser aus Holz und die Dächer mit Schilf gedeckt waren“.

Fischerkirche

Glücklicherweise war Rust reich. Nach dem Rückzug der Türken im Jahr 1532 konnte die Stadt schnell wieder aufgebaut werden: diesmal aus Stein. Zwischen 1612 und 1614 wurde auch das Stadtzentrum mit einer steinernen Stadtmauer gesichert. Szivacz: „Der Weinhandel hat wieder angezogen, und mit dem wachsenden Reichtum kam der Wunsch, den eigenen Glauben wählen zu können. Als Untertanen des Habsburgerreiches mussten die Ruster offiziell katholisch sein, aber in der Praxis waren fast alle Bürger evangelisch. Sie begannen, mit den Habsburgern zu verhandeln, und 1648 erkauften sie ihre Freiheit und Unabhängigkeit im Tausch gegen 60.000 Goldgulden und 500 Eimer Ruster Ausbruch. Das waren etwa 30.000 Liter, die volle Ernte von drei bis vier Jahren“.

Auge Gottes am Haus Conrad

Nach weiteren Verhandlungen wurde auch das damals weniger als tausend Einwohner zählende Rust 1681 zur ungarischen Freistadt erhoben, mit wichtigen Privilegien wie Steuerfreiheit, dem Recht, die Todesstrafe auszusprechen, einem eigenen Siegel und dem königlichen Diadem im Stadtwappen zu führen. Rust hat nach wie vor eine Sonderstellung: Es ist eine von fünfzehn Statutarstädten Österreichs und ist in seinen Befugnissen einem Bezirk gleichgestellt. Wenn man bedenkt, dass eine Mehrheit der anderen statutarischen Städte ebenfalls Landeshauptstädte sind (wie Wien, Klagenfurt und Graz), wird klar, dass das kleine Rust stolz sein kann.

Überwinterer

Aussicht vom Turm der Kirche zur Hl. Dreifaltigkeit

Lange Zeit befand sich Rust auf ungarischem Territorium, und der Name leitet sich von dem ungarischen Ceel ab, was Rüste (ein alter Name für die Ulme) bedeutet. Wer die Möglichkeit hat (die Öffnungszeiten sind begrenzt), sollte unbedingt bei einem Besuch der Stadt den Turm der römisch-katholischen Kirche in der Kirchgasse besteigen. Sie blicken nicht nur auf den nahe gelegenen Neusiedler See und die ungarische Steppe, sondern haben auch einen guten Blick auf den historischen Stadtkern und die Überreste der Stadtbefestigung und befinden sich auf Augenhöhe mit den Storchennestern. Wir klettern hinauf, machen Fotos und laufen dann über das Alte Stadttor (das einzige verbliebene Tor in der alten Stadtmauer) in wenigen Minuten zur Seewiese, einem vom Storchenverein gepachteten Grundstück, auf dem die Störche Futter suchen können.

Graugänse

Offenbar fühlen sich auch andere Wiesenvögel dort zu Hause. Wir sehen eine große Gruppe von Graugänsen mit ihren Küken. Neben der Seewiese gibt es einen Aussichtsturm (schön mit Kindern zu besteigen) und einen Unterstand für verwundete Störche. In der Regel handelt es sich dabei um Küken, die aus dem Nest gefallen sind und sich hier vorübergehend erholen können, aber es gibt auch ständige Bewohner, wie z.B. einen einbeinigen Storch und einige Störche ohne Flügel. Einige wurden auf der Suche nach Nahrung neben der Straße angefahren, andere wurden bei Kämpfen oder während der zweimonatigen Reise hierher verletzt. „Jedes Frühjahr ist es spannend zu sehen, wie viele Störche es schaffen, den Weg nach Rust zu finden“, sagt Josef Karassowitsch vom Storchenverein. „Ab Ende März kommen sie über einen Zeitraum von vier Wochen verteilt. Das Männchen und das Weibchen verbringen den Winter getrennt voneinander, gewöhnlich in Sambia oder Namibia, und treffen sich erst hier wieder.“

Streit um Nest

Als erstes kommt in der Regel das Männchen, das sich sofort an die Arbeit macht, um das Nest zu verstärken. Zwei Wochen nach der Ankunft des Weibchens beginnt das Paar zu brüten, und weitere vier Wochen später schlüpfen die Jungen. Es folgt eine Zeit der Fütterung und des Flugunterrichts, bis die Familien, insgesamt auf etwa 65 bis 75 Vögel angewachsen, Ende August nach Afrika aufbrechen. Das ist immer ein trauriger Moment. Glücklicherweise hat ein Pärchen vor Jahren beschlossen, den Winter in Rust zu verbringen. Auf diese Weise kann ihr Nest niemals von einem neu angekommenen Rivalen beansprucht werden, und sie werden sowieso nicht verhungern, da sie notfalls gefüttert werden. Wenn dieses sesshafte Paar im Frühjahr, immer zuerst, mit dem Brüten beginnt, beginnt in Rust eine neue Storchensaison.

Über eine Webcam, die der Storchenverein auf ein Nest gerichtet hat, können die Ruster Störche während ihres Aufenthalts in der Stadt verfolgt werden. Während des restlichen Jahres kann auf der Website Archivmaterial eingesehen werden. storchenverein.at


Monogam oder nicht?

Weißstörche (Ciconia ciconia) bilden manchmal ein Paar auf Lebenszeit. Dies hat wahrscheinlich weniger mit Treue zum Partner als mit Nesttreue zu tun. Das Nest spielt im Leben der Störche eine wichtige Rolle. Dort wartet ein einzelnes Männchen auf ein Weibchen (oft das erste, das vorbeifliegt) und beide Vögel kehren jedes Jahr zu diesem Nest zurück. Häufig geht ein Nestwechsel auch mit einem Partnerwechsel einher. Ein Storchennest, an dem die Vögel kontinuierlich weiterbauen, kann einen Durchmesser von 2 Metern und ein Gewicht von 500 Kilo erreichen. Ein erwachsener Weißstorch ist etwa einen Meter groß, wiegt zwischen vier und fünf Kilo und hat einen ziemlich langen, spitzen roten Schnabel. Normalerweise (aber nicht immer) sind die Männchen etwas größer als die Weibchen, aber im Allgemeinen sind beide Geschlechter auf den ersten Blick nicht zu unterscheiden. Störche können bis zu dreißig Jahre alt werden. Sie brüten zum ersten Mal, wenn sie 3 bis 5 Jahre alt sind und haben dann im Durchschnitt zwei Junge. Während der Zucht wechseln sich Männchen und Weibchen ab. Dass Jungstörche an ihren Geburtsort zurückkehren, kommt vor, ist aber selten, schon allein deshalb, weil viele auf der langen Reise in den Süden und zurück in Stromkabeln fliegen und sterben.

Tipps & Adressen

Allgemein

Rust liegt etwa 60 Kilometer südlich von Wien am Westufer des Neusiedlersees im Burgenland. Die Stadt ist von Wien (Flughafen) oder Eisenstadt (Bahnhof) mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Busse) leicht erreichbar.

Das historische Zentrum der Stadt wurde 2001 zusammen mit der Region Fertö-Neusiedler See (sowohl auf österreichischem als auch auf ungarischem Gebiet) in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Ein Aufenthalt in Rust lässt sich zum Beispiel gut mit einem Besuch der Naturparks Neusiedler See Leithagebirge und Neusiedler See-Seewinkel oder der Martins Therme verbinden. Allgemeine Informationen über Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen, Führungen, Verpflegung und Unterkunft: Tourismusbüro Rust, Conradplatz 1 (im Rathaus), freistadt-rust.at

Informationen über die Welterberegion Fertö-Neusiedler See: neusiedlersee.com

Wandern & Wassersport

In Rust ist die Natur immer in der Nähe. Rund um die Stadt gibt es mehrere Rad- und Wanderwege. Zum Beispiel führt der Storchenweg (6,7 km) entlang der Seewiese, wo die Störche nach Futter suchen, und weiter entlang Bauernhöfen, Obst- und Weingärten. Der Weinweg (8,5 Kilometer) führt Sie direkt an den besten Weinbergen rund um Rust entlang. Andere Wege führen zu den nahe gelegenen Städten Mörbisch und Oggau oder führen entlang des Neusiedlersees. Möglichkeiten für Wassersport (z.B. Segeln, Surfen, Stehpaddeln) sind auf und in der Nähe des Neusiedlersees reichlich vorhanden. Das Freibad Seebad ist vom 1. Mai bis Mitte September geöffnet und verfügt über eine 37-Meter-Rutsche und eine Liegewiese. freistadt-rust.at; seebad.at

Essen & Trinken

Conrad

Conrad

In diesem Kaffeehaus von Dieter und Brigitte Conrad essen Sie köstlichen hausgemachten Kuchen und/oder Brot mit hausgemachten Aufstrichen, auch in Kombination mit Weinen aus dem eigenen Weingut. Beachten Sie das Allsehende Auge (Auge Gottes) über dem Erkerfenster an der Ecke. Es ist ein wichtiges Symbol der Freimaurerei und wurde bereits bei der Errichtung des Gebäudes im 18. Jahrhundert angebracht. Rathausplatz 2, conrad-wein.at

Peter Schandl

Von Mitte März bis Ende September sind Sie in diesem Buschenschank willkommen: Drinnen unter einem historischen Kreuzgewölbe oder draußen auf der Terrasse unter schattigen Reben. Pannonische und österreichische Gerichte und Weine aus dem Familienweingut (seit 1741). Hauptstraße 20, buschenschankschankschandl.at

Im Hofgassl

Innenhofterrasse Hofgassl

Schönes Restaurant in einem herrschaftlichen Herrenhaus aus dem 16. Jahrhundert, mit einer sehr stimmungsvollen Terrasse (mit Kräutergarten) im Innenhof, raffinierter Küche und ausgezeichneten Weinen aus dem ganzen Burgenland. Rathausplatz 10, hofgassl.at

Katamaran

Außerhalb der Altstadt ist das Seerestaurant Katamaran sehr zu empfehlen. Das moderne Restaurant mit zwei Etagen befindet sich in der Ruster Bucht in der Nähe des Yachthafens. Von der Terrasse, direkt am Neusiedlersee, können Sie an heißen Tagen und Abenden am Wasser kühlen. Der Ort, an dem man sein sollte, wenn man von der ganzen Geschichte genug hat. Ruster Bucht 1 , restaurant-katamaran.at

Wein kaufen

Edelfäule: vor und nach

Dies ist bei fast allen 35 Ruster Weinbauern ab Hof möglich: neben Ruster Ausbruch produzieren sie auch verschiedene andere (trockene) Weiß- und Rotweine. dierusterweinbauern.at

Auf dem Weingut der Familie Widder ist die Chance groß, beim Weinkauf Störche zu sehen. Auf dem Schornstein dieses Hofes aus dem 16. Jahrhundert, der sich seit mindestens 1623 in Familienbesitz befindet, hat sich ein Storchenpaar eingenistet, das man vom Hof aus beobachten kann, sofern es zu Hause ist. Wenn das Tor offen ist, können Sie hier einfach hineingehen. Hauptstraße 7, storchenhof.net

Sehen & Tun

Kremayrhaus

Das markante Gebäude, in dem das Stadtmuseum untergebracht ist, wurde Rust 1986 vom Kulturmäzen Rudolf Kremayr gestiftet und zeigt seine persönliche Sammlung antiker Möbel und Kunstgegenstände. Dort finden auch Wechselausstellungen statt und Teile des Stadtarchivs (z.B. die Urkunde, die Rust zur Freistadt erhebt) sind dort untergebracht. Im Weinkeller werden die besten Weine der Stadt präsentiert. Conradplatz 2, freistadt-rust.at /kremayrhaus

Stadtmauer

Pulverturm und Weinakademie

Große Teile der Stadtmauer von 1612-1614, darunter das Alte Stadttor und der Pulverturm, sind gut erhalten. Der Pulverturm und ein Teil der Stadtmauer gehören heute zu den Räumen der Weinakademie Österreich, der größten Weinakademie Europas, in der auch der interessierte Laie Kurse besuchen kann. Hauptstraße 31, weinakademie.at

Fischerkirche

Fischerkirche

Die ursprünglich römisch-katholische und später evangelische Kirche am Rathausplatz wurde im 12. Jahrhundert im romanischen Stil erbaut und in den folgenden Jahrhunderten mehrfach erweitert. Das Innere mit schönen mittelalterlichen Fresken und einer Barockorgel aus 1705 kann während der Öffnungszeiten von April bis Oktober besichtigt werden. Im 17. Jahrhundert wurde die Kirche in die neue steinerne Stadtmauer integriert und wurde so Teil der Stadtbefestigung.

Jahrmarkt

Genau wie zu Zeiten, als Rust das Marktrecht erhielt, findet auch heute noch viermal im Jahr ein so genannter Jahrmarkt statt. Auf dem Rathausplatz steht eine bunte Sammlung von Haushaltswaren und (Vintage-)Kleidung zum Verkauf. Das Ganze wird durch Musik und andere Festlichkeiten belebt. Termine: freistadt-rust.at/veranstaltungskalender

Goldene Weinwoche

Jährliches Weinfest auf dem Rathausplatz mit Weinkönigin, Reden, Musik und den Weinen der Ruster Winzer. Ende Juli/Anfang August, täglich ab 19.00 Uhr, Eintritt frei. dierusterweinbauern.at

Gans Burgenland

Kulinarisches Fest rund um die Gans, das alljährlich im Herbst in Rust und sieben weiteren Gemeinden des Burgenlandes stattfindet. Auf der Speisekarte stehen neben der Gans auch Weine und kulturelle Veranstaltungen. Mitte Oktober, gans.burgenland.info

Operette auf dem See

In Mörbisch am See, fünf Kilometer von Rust entfernt, finden alljährlich die Seefestspiele statt. Mitte Juli bis Ende August, seefestspiele-moerbisch.at

Oper im Steinbruch

Liebhaber der Oper? In der spektakulären Freilichtbühne im ehemaligen Steinbruch von St. Margarethen, fünf Kilometer östlich von Rust, wird jedes Jahr eine andere Oper aufgeführt. von Mitte Juli bis Mitte August, operimsteinbruch.at

Hauptplatz Villach
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